Babysitter oder Nanny – was passt zu Ihrer Familie?

Bevor Sie auf die Suche nach der passenden Kinderbetreuung gehen, lohnt es sich, zunächst genau zu überlegen, welchen Bedarf Ihre Familie hat. Benötigen Sie Unterstützung nur stundenweise, vielleicht 1–2 Mal pro Woche? Soll die Betreuung eher flexibel oder regelmäßig erfolgen? Oder suchen Sie jemanden, der mehrere Stunden pro Woche Verantwortung für Ihre Kinder übernimmt und langfristig eine verlässliche Bezugsperson wird?

Sobald Sie sich über Ihre Anforderungen klar geworden sind, begegnen Ihnen viele Begriffe: Babysitter, Nanny, Kindermädchen, Familienmanagerin, Tagesmutter oder Au-pair. Um die richtige Entscheidung zu treffen, ist es wichtig, sich vorab über die Unterschiede der verschiedenen Kinderbetreuungsformen sowie über die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zu informieren. Wir möchten in diesem Blogbeitrag den Unterschied der gängigsten Formen in der privaten Kinderbetreuung unter die Lupe nehmen…

Was ist ein Babysitter?

Ein Babysitter ist eine liebevolle Kinderbetreuung, die stundenweise (regelmäßig oder flexibel) in der Familie eingesetzt wird. Das können Studierende sein, aber auch erfahrene Erwachsene, die als Leihoma oder Leihopa die Kinder betreuen.

Die Aufgaben eines Babysitters variieren je nach Alter der Kinder:

  • Abholen von Kindergarten oder Schule
  • Freizeitgestaltung und Begleitung bei Hausaufgaben
  • Bringdienste zu Freizeitaktivitäten
  • Snacks vorbereiten, Essen erwärmen
  • Abendroutine und Aufpassen, wenn die Eltern ausgehen
  • Bei Babys: Wickeln, Fläschchen zubereiten, Einschlafbegleitung

Wichtig ist, auf Erfahrung und Referenzen zu achten. Eine empfehlenswerte Babysitterin kann (und sollte!) in der Regel positive Empfehlungen von anderen Familien vorweisen können. In Österreich kann die Anmeldung und Abrechnung unkompliziert über den Dienstleistungscheck erfolgen.

Klassische Verfügbarkeiten einer Babysitterin: Babysitten ist immer oder zumindest meistens etwas, dass nebenbei (Uni/Ausbildung/Pension) gemacht wird. Aus unserer langjährigen Erfahrung können wir berichten, dass 2 Einsätze untertags – Montag bis Freitag- und hier und da ein Abendeinsatz in persönlicher Absprache am besten funktionieren. Selten kann eine Studentin regelmäßig und verlässlich 3 oder noch mehr Nachmittage covern.

Der aktuelle Stundenlohn für Babysitter in Österreich liegt bei aktuell € 18, 07 (Mindestlohn) bis € 20 pro Stunde (siehe Dienstleistungsscheck Wert 2026).

Was ist eine Nanny?

Eine Nanny ist mehr als die „große Schwester“ eines Babysitters. Sie arbeitet üblicherweise nicht nebenbei in einer Familie, sondern wird fix angestellt. Je nach Bedarf sind Anstellungen zwischen 20 bis 40 Wochenstunden üblich. Wichtig zu wissen ist, dass es für Nannys in Österreich Mindestlöhne gibt. Ein echte Nanny bringt entweder eine pädagogische Ausbildung und/oder nachweislich viel Berufserfahrung mit. Sie verbringt viele Stunden in der Familie und übernimmt einen weit umfangreicheren, verantwortungsvolleren Aufgabenbereich als eine Babysitterin

Typische Aufgaben einer Nanny:

  • Abholung der Kinder in Kindergarten/Krippe oder Schule
  • nach Hause bringen
  • Essen zubereiten (oft wird dieser Teil schon vor der Abholung erledigt)
  • ggf. Hausaufgaben begleiten
  • Nachmittagsgestaltung und/ oder Begleitung zu diversen Freizeitaktivitäten
  • Abendessen vorbereiten
  • ggf. Abendroutine einleiten usw.
  • Reisebegleitung
  • Overnight Service
  • vereinbarte Zusatzaufgaben ( Einkaufen, Erledigungen, Postwege, eventuell bügeln etc.) wird die Nanny passend zum Tagesablauf erledigen!

Sollte es sich um die Betreuung von Säuglingen handeln wird die Nanny sich fürsorglich um alle Care Aufgaben rund um das Baby kümmern.

Für eine erfahrene Nanny mit tollen Referenzen sollten Sie mit Kosten zwischen € 20,00 und € 25 pro Stunde(mindestens – abhängig von Ausbildung und Erfahrung)zzgl. Lohnnebenkosten rechnen.

Mehr Informationen:

Blogartikel: Woran erkenne ich eine professionelle Nanny oder Was kostet eine Nanny?